Vernehmung als Zeuge - Was tun, wenn Sie eine Vorladung bekommen?

Wenn Sie als Zeuge vorgeladen werden, bedeutet dies nicht, dass Sie wie ein Beschuldigter einer Straftat bezichtigt werden. Trotzdem kann die Aussicht auf eine Vernehmung Stress hervorrufen, denn unter Umständen fällt der Verdacht hier auf Sie oder Sie müssen einen nahen Angehörigen belasten. Vielleicht sind Sie auch ein Opfer einer Straftat und werden durch die Vernehmung an diese erinnert, so dass Ihnen die Aussage als Zeuge besonders schwerfällt. 


In all diesen Fällen möchte unsere Kanzlei Schulte Holthausen in Braunschweig und Salzgitter Sie gerne vollumfänglich unterstützen. Unsere Strafverteidiger stehen selbstverständlich nicht nur dem Beschuldigten zur Verfügung, sondern auch unbeteiligten Zeugen sowie Opfern der Tat. Zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren!

Erster Schritt - Die Vorladung

Vorladungen oder Ladungen gehen zumeist schriftlich zu und sind an Personen gerichtet, die zu einem gewissen Sachverhalt vor einer Behörde Stellung beziehen sollen. Dabei kann es sich zum Beispiel um verwaltungsrechtliche Ladungen handeln und auch im Zivilprozess kommt es hierzu. 


Üblich sind Vorladungen auch im Strafprozess, denn hier ist es besonders wichtig, dass allen Beteiligten rechtliches Gehör gewährt wird bzw. Zeugen zur Klärung des Sachverhaltes beitragen. Eine Vorladung kann also als eine Aufforderung, die eigene Version eines Vorfalls zu schildern, verstanden werden

Was bedeutet Vernehmung als Zeuge?

Die Vorladung enthält den Termin und Ort der anschließenden Vernehmung. Während dieser werden Zeugen von der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht zu den Vorkommnissen bezüglich einer gewissen Straftat befragt. Daraufhin müssen sie wahrheitsgemäß antworten. Geschieht dies nicht können Sie sich strafbar machen; je nach Behörde und Wirkung der Aussage zum Beispiel der falschen Verdächtigung, der falschen uneidlichen Aussage oder des Meineids. Natürlich bestehen aber auch Pflichten für die vernehmenden Personen; so dürfen diese etwa Vernehmungsmethoden wie Täuschung, Folter oder Drohungen nicht anwenden.


Lassen Sie sich zu all Ihren Rechten und Pflichten als Zeuge gerne von einem Rechtsanwalt in Salzgitter oder Braunschweig beraten. Unsere Strafverteidiger stehen Ihnen stets zur Verfügung.

Können Zeugen die Ladung ignorieren und/oder die Aussage verweigern?

Sollten Sie von der Polizei vorgeladen worden sein, so müssen Sie dem nicht folgen. Hierzu besteht keine Verpflichtung. Etwas anderes gilt nur, wenn die Ladung der Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft erfolgte. Diese ist verpflichtend, so dass Sie sie nicht ignorieren dürfen.


Sie können auch direkt von der Staatsanwaltschaft sowie dem Gericht der Hauptverhandlung dazu aufgefordert werden, eine Aussage zu machen. Dem sollten Sie ebenfalls unbedingt Folge leisten, da die Staatsanwaltschaft und das Gericht dies ansonsten zwangsweise durchsetzen können (Ordnungsgeld/Ordnungshaft).


Zeugen dürfen die Aussage im Normalfall nicht verweigern. Es gibt jedoch einige Ausnahmen hierzu: Zunächst existieren persönliche Zeugnisverweigerungsrechte. Dies bedeutet, dass Sie in Bezug auf bestimmte, Ihnen nahestehende Personen keine Aussage treffen müssen. Hierzu zählen etwa Ihr Ehepartner, Ihre Geschwister, Ihre Eltern etc. Auch wenn Sie einem bestimmten Berufskreis angehören, steht Ihnen unter Umständen ein Zeugnisverweigerungsrecht zu. Dies kann etwa bei Ärzten, Rechtsanwälten oder Geistlichen der Fall sein.


Daneben bestehen auch sachliche Zeugnisverweigerungs- bzw. Auskunftsverweigerungsrechte. Diese gelten nicht für die gesamte Vernehmung, sondern nur für einzelne Fragen, welche von den Zeugen dann nicht beantwortet werden müssen, wenn die Gefahr besteht, dass sie sich selbst oder einen Angehörigen belasten würden. Sie müssen also nicht zugeben, dass Sie eine Straftat begangen haben, sondern können zu diesbezüglichen Fragen schweigen.

Kanzlei Schulte Holthausen - Ihr Rechtsanwalt im Strafprozess

Wenn Sie von der Polizei, Staatsanwaltschaft oder vor Gericht vernommen werden sollen, empfiehlt es sich, rechtlichen Rat einzuholen. Gerade wenn Sie unter Umständen in einen Fall verwickelt sind, sollten Sie nicht voreilig mit den Strafverfolgungsbehörden sprechen. Ziehen Sie unsere Strafverteidiger der Kanzlei Schulte Holthausen in Braunschweig und Salzgitter als Zeugenbeistand zu Rate und lassen Sie uns zunächst den Fall eingehend besprechen. So können wir Sie detailliert darüber beraten, ob Sie von Ihren Zeugnisverweigerungsrechten Gebrauch machen sollten. Daneben können wir Sie auch unterstützen, wenn Sie als Opfer einer Straftat vor Gericht aussagen müssen.