Anwalt für Visum - Das richtige Visum für Deutschland beantragen

Nach Deutschland einfach mit dem Personalausweis oder Reisepass einreisen darf nicht jeder. Je nachdem welche Staatsangehörigkeit Sie haben, kann ein Visum für einen Aufenthalt in Deutschland für Sie erforderlich sein. Prüfen Sie deshalb vor der Einreise genau, ob Sie ein Visum benötigen um einreisen zu dürfen, oder nicht. Wichtig ist es auch zu wissen welche Art von Visum sie brauchen. Geregelt ist das durch das Visumsrecht.

Was genau ist ein Visum?

Der Begriff Visum benennt die einer Person erteilte Erlaubnis in einen bestimmten Staat einreisen und diesen besuchen zu dürfen. Staatsangehörige brauchen für den Aufenthalt in ihrem eigenen Herkunftsland kein Visum. Für welches Land eine Person ein Visum benötigt hängt immer von zwei Faktoren ab. Von der eigenen Staatsangehörigkeit und davon in welches Land man einreisen möchte. Ein Visum kann als elektronisch lesbare Karte erteilt, oder in den Reisepass gestempelt werden. Fast überall ist inzwischen die elektronische Variante gängig. Das Visum ist der Nachweis dafür, dass man die persönliche Berechtigung besitzt in ein bestimmtes Land einzureisen. In der Regel werden Visa für einen festgelegten Zeitraum erteilt. Ist ein Visum abgelaufen, ist die Aufenthaltserlaubnis im entsprechenden Land hinfällig, sowie eine erneute Einreise mit diesem Visum nicht mehr möglich. Bei Bedarf muss ein neues Visum beantragt werden.

Personen, die kein Visum benötigen, um in die Bundesrepublik Deutschland einreisen zu dürfen

Ausgenommen von der Pflicht ein Visum für die Einreise nach Deutschland zu beantragen sind alle EU-Bürger. Durch ein Abkommen zwischen den Mitgliedern der Europäischen Union herrscht zwischen den Mitgliedstaaten Freizügigkeit beim Aufenthaltsrecht. Das bedeutet, dass man als EU-Bürger jederzeit in die anderen EU-Staaten einreisen und sich dort für 90 Tage aufhalten darf, ohne weitere Schritte unternehmen zu müssen. Weiterhin gibt es eine Reihe an Staaten, die nicht zur EU gehören, jedoch mit Deutschland bilaterale Einreisabkommen halten. Die Bürger dieser Staaten benötigen ebenfalls kein Visum für die Einreise nach Deutschland. Zu diesen Staaten gehören zum Beispiel Albanien, Australien, Korea, Nordmazedonien, die USA, Israel oder die Schweiz. Die maximale Aufenthaltsdauer beträgt auch hier 90 Tage. Welche Nicht-EU-Länder außerdem von der Visapflicht ausgenommen sind, ist über die Homepage des Auswärtigen Amtes zu erfahren. Alle anderen Staatsangehörigen müssen immer vor der Einreise nach Deutschland ein Visum beantragen. Sonst wird ihnen die Einreise an der Grenze verwehrt.

Die unterschiedlichen Visa-Arten

Je nachdem wie lange und zu welchem Zweck man sich in Deutschland aufhalten möchte, ist eine bestimmte Art von Visum zu beantragen. Dies sind die unterschiedlichen Visa-Arten:

  • Schengen-Visum
  • Nationales Visum
  • Transit-Visum

Das Schengen-Visum

Das Schengen-Visum ist nicht nur für Deutschland, sondern für den kompletten Schengen-Raum gültig. Antragsteller müssen also nicht für jeden Schengen-Staat ein separates Visum beantragen. Es genügt, wenn einmal ein Schengen-Visum erfolgreich beantragt wurde, um in alle Schengen-Länder einreisen zu dürfen. Allerdings müssen einige Dinge beachtet werden. Zum Schengen-Raum gehören die meisten EU-Staaten, aber nicht alle. Zum Beispiel ist Irland nicht in der Schengen-Zone. Dafür erlaubt ein Schengen-Visum auch die Einreise in die Schweiz, nach Norwegen, Island und Liechtenstein, obwohl diese Länder nicht der EU angehören. Wer ein Schengen-Visum hat, darf sich innerhalb von 180 Tagen für insgesamt 90 Tage im Schengen-Raum aufhalten. Wie dieser Aufenthalt auf die einzelnen Schengen-Staaten verteilt wird ist nicht vorgeschrieben. Es ist möglich die 90 Tage in nur einem Staat zu verbringen. Genauso gut möglich ist es jedoch mehrere Schengen-Staaten aufzusuchen. In diesem Fall wird die Anzahl der Tage, die in den besagten Schengen-Ländern verbracht wurde, miteinander addiert. Sind 90 Tage innerhalb von 180 Tagen ab der Ersteinreise in den Schengen-Raum erreicht, muss man aus dem Schengen-Raum wieder ausreisen. Das Schengen-Visum ist die richtige Wahl für Urlaubsaufenthalte oder Verwandtenbesuche. Einer Arbeit in Deutschland nachgehen darf man mit einem Schengen-Visum nicht.

Das Nationale Visum

In Fällen, in denen der Aufenthalt in Deutschland voraussichtlich länger als 90 Tage betragen wird, ist ein triftiger Grund nachzuweisen, weshalb diese verlängerte Aufenthaltsdauer nötig ist. Es muss ein Aufenthaltszweck vorliegen. Ein Aufenthaltszweck kann zum Beispiel ein Studium an einer deutschen Hochschule sein. Auch eine Ausbildung, oder die Aufnahme einer Arbeit in Deutschland gelten als solche Aufenthaltszwecke. Außerdem können Humanitäre Gründe als solche gelten. Ein weiterer anerkannter Aufenthaltszweck ist die Familienzusammenführung. Dafür ist es Voraussetzung, dass der Ehegatte, oder ein Elternteil, bereits in Deutschland lebt und arbeitet. Der Antrag für ein Nationales Visum kann jeweils bei der zuständigen Deutschen Auslandsvertretung gestellt werden. Es ist jedoch immer zu beachten, dass ein Nationales Visum durch die Deutschen Auslandsvertretungen nicht zwingend bewilligt werden muss, auch wenn einer der oben genannten Aufenthaltszwecke vorliegt. Die Deutsche Auslandsvertretung behält sich vor jeden Visaantrag einzeln zu prüfen. Nach der Prüfung kann sie dem Visaantrag zustimmen, oder ihn ablehnen. Wurde er abgelehnt, kann der Antragsteller nicht nach Deutschland einreisen. Wurde das Visum jedoch bewilligt, kann nach der Einreise nach Deutschland eine befristete Aufenthaltserlaubnis bei der jeweils zuständigen Ausländerbehörde beantragt werden. Eine befristete Aufenthaltserlaubnis ist in der Regel länger als das Nationale Visum gültig. Die genaue Dauer richtet sich immer nach dem Aufenthaltszweck aus. Wird kein solcher Antrag gestellt, muss man mit Ablauf des Nationalen Visums wieder aus Deutschland ausreisen.

Das Transit-Visum

Ein Transit-Visum berechtigt den Antragsteller nicht zum Aufenthalt in Deutschland. Damit ist es nur möglich auf schnellstem Wege durch deutsches Staatsgebiet hindurch zu reisen, oder an einem deutschen Flughafen das Flugzeug zu wechseln.

Was man zum Visa-Antrag wissen muss

Ein Visum kann immer nur bei der jeweils zuständigen deutschen Auslandsvertretung beantragt werden. Das kann eine Botschaft oder ein Generalkonsulat sein. Gibt es in Ihrem Land keine Deutsche Botschaft und kein Generalkonsulat, ist üblicherweise die Botschaft eines Nachbarstaates für Sie zuständig. Ein Visum kann nur persönlich beantragt werden. Erforderliche Unterlagen müssen ebenfalls persönlich eingereicht werden. Wird Ihr Antrag abgelehnt, dann können Sie mit einem Anwalt für Visum Angelegenheiten eine Remonstrantin oder eine Klage gegen diese Entscheidung anstrengen. Was in Ihrem Einzelfall sinnvoller und erfolgversprechender ist, kann durch Ihren Anwalt für Visumsrecht abgeschätzt werden. Am besten lassen Sie sich beraten.

Eine rechtliche Beratung führt unsere Kanzlei Schulte Holthausen mit Sitz in Braunschweig und Salzgitter gerne auch in Ihrem Falle durch. Unser Visa spezialisierter Anwalt klärt Sie detailliert über Ihre Rechte auf und strebt - wenn erfolgsversprechend - eine Klage an. Hierbei werden auch die Kosten für den Anwalt und das Verfahren offengelegt. Wir vertreten Mandanten deutschlandweit. Zögern Sie also nicht uns zu kontaktieren.