Rechtsanwalt für Ausländerrecht – Umfassende Rechtsberatung für Migranten in Braunschweig, Salzgitter und deutschlandweit

Ausländerrecht ist das Recht des Aufenthalts ausländischer Mitbürger in der Bundesrepublik Deutschland. Es wird vielfach auch als Migrationsrecht bezeichnet. Um sich dauerhaft in Deutschland aufhalten zu können, ist ein sogenannter Aufenthaltstitel notwendig, es sei denn, Sie sind Bürger eines anderen EU-Staates. Dann genießen Sie das Recht auf Freizügigkeit. Andere Ausländer müssen jedoch einen Aufenthaltstitel beantragen. Dieser ist in vielen verschiedenen Ausführungen denkbar. Beispielsweise kann Ihnen ein Schengen-Visum gewährt werden, mit welchem Sie sich 90 Tage im Schengenraum - und somit auch in Deutschland - aufhalten können.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Tätigkeit liegt im Ausländerrecht.

Ein anderer Aufenthaltstitel ist die Aufenthaltserlaubnis, welche im Normalfall immer zweckgebunden und nur für einen bestimmten Zeitraum erteilt wird. Sie kann beispielsweise erteilt werden, wenn ein Ausländer in Deutschland studieren oder arbeiten möchte, aus völkerrechtlichen, humanitären oder politischen Gründen oder weil etwa der Ehegatte eines Ausländers Deutscher ist und in Deutschland lebt.

Die Verfahren in diesen Bereichen werden von den Betroffenen vielfach als sehr belastend empfunden. Oftmals droht der - mit existenziellen Sorgen verbundene - Verlust einer Aufenthaltserlaubnis. Uns ist die ernste Situation der Mandanten bewusst. Wir legen daher Wert auf individuelle Beratung und schnelles sowie effizientes Handeln, sei es bei der Vertretung vor der Ausländerbehörde oder vor der Verwaltungsgerichtsbarkeit.


Auf dem Gebiet Ausländerrecht sind wir für Sie insbesondere in folgenden Bereichen tätig:

  • Aufenthaltsrecht

  • Arbeitserlaubnis

  • Ausweisung und Abschiebung

  • Visumsangelegenheiten

  • Einbürgerung

  • Asylrecht

Diese Aufzählung ist nicht abschließend. Scheuen Sie nicht, einen Beratungstermin mit uns zu vereinbaren, damit wir Ihre Rechte durchsetzen können. Da unsere Kanzlei Schulte Holthausen aufgrund der aktuellen politischen Situation bzw. der „Flüchtlingskrise" besonders viele Anfragen zum Asylgesetz und Asylrecht erhält, möchten wir uns mit diesem Thema gerne etwas eingehender befassen:

Wann besteht ein Anrecht auf Asyl?

Das Recht auf Asyl ist zunächst in Artikel 16a GG festgehalten. Bis 1993 galt es in Deutschland noch umfassender. Aufgrund der zunehmenden Asylanträge wurde das Recht jedoch begrenzt, so dass nun beispielsweise Personen, die aus einem anderen EU-Staat oder einem sogenannten sicheren Drittstaat einreisen, kein Recht auf Asyl gewährt werden kann. Denn es wird vermutet, dass Personen in diesen Staaten nicht politisch verfolgt werden. Die politische Verfolgung kann jedoch wichtige Voraussetzung für die Gewährung von Asyl. 

Das Gesetz selber enthält hierfür keine Definition, diese wurde vom Bundesverfassungsgericht erarbeitet und ergibt sich auch aus der Flüchtlingsdefinition der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK). Hiernach gilt als politisch verfolgt, wer in seinem Heimatstaat schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt wäre. Hierzu zählen etwa Ausgrenzungen oder Misshandlungen aufgrund der Rasse, des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung. Außerdem darf dem Asylsuchenden in seinem Heimatland keine Fluchtalternative oder sonstiger Schutz offenstehen. Zudem dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Asylbewerber als Gefahr für die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland angesehen wird oder wenn er bereits wegen eines besonders schweren Verbrechens rechtskräftig verurteilt wurde. 

Im Einzelnen existieren zahlreiche Voraussetzungen für die Bejahung eines Asylantrages und damit eines Aufenthaltsrechts in Deutschland. Lassen Sie sich daher von einem Anwalt für Asylrecht ausführlich beraten. Unter Umständen kommt für Sie auch die Anerkennung als Flüchtling in Betracht. In diesem Fall wird Ihnen ein Aufenthaltsrecht nach § 25 Abs. 2 S. 1, 1. Alt. des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) gewährt. Asylsuchende erhalten dieses auf Grundlage des § 25 Abs. 1 S. 1 AufenthG. Die Rechtsfolgen sind jedoch dieselben. Die Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft kommt wegen der oben genannten Einschränkungen der Asyleigenschaft wesentlich häufiger vor, als die Asylanerkennung. Der Aufenthaltstitel wird Ihnen jeweils für drei Jahre gewährt.

Wo wird Asyl beantragt und wann erlischt das Asylrecht?

Ein sogenanntes Asylgesuch können Sie zunächst in allen deutschen Behörden wie etwa bei der Polizei äußern. Sodann werden Sie in eine Aufnahmeeinrichtung geschickt, in welcher Sie sich melden und Angaben zu Ihrer Person machen müssen. Hier wird Ihnen dann die zuständige Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mitgeteilt. Diese ist für Ihren Asylantrag zuständig. Daneben erhalten Sie in Ihrer Aufnahmeeinrichtung einen sogenannten Ankunftsnachweis, welcher zum Aufenthalt in Deutschland berechtigt. Dieser wird nach Ihrer zumeist persönlichen Vorstellung in der Außenstelle des BAMF durch eine Aufenthaltsgestattung ersetzt. Hierdurch halten Sie sich rechtmäßig in Deutschland auf.

Nach einer persönlichen Anhörung erfolgt dann die Entscheidung über Ihren Antrag. Dieser kann abgelehnt werden, wenn Sie beispielsweise bereits in einem anderen EU-Staat einen Antrag gestellt haben oder wenn dieser als "offensichtlich unbegründet" abgelehnt wird. Ist dies der Fall, können Sie hiergegen Klagen oder gegebenenfalls einen Folgeantrag stellen. Lassen Sie sich hierzu von einem Rechtsanwalt für Asylrecht beraten. 

Das Asylrecht besteht zunächst für drei Jahre und kann dann durch das BAMF widerrufen werden. In diesem Falle oder im Falle der direkten Ablehnung müssen Sie Deutschland verlassen, es sei denn Sie können Ihr Aufenthaltsrecht aus einem anderen Titel ableiten. Auch hierbei hilft Ihnen ein Rechtsanwalt für Ausländerrecht.

Rechtsanwalt Schulte Holthausen - Ihr Experte für Migrationsrecht

Da es im Asylrecht häufig zu Neuerungen kommt, die bürokratischen Hürden hoch sind, die Fristen bei etwaiger Ablehnung des Asylantrages jedoch kurz, sollten Sie keine Zeit verlieren und einen Rechtsanwalt für Asylrecht aufsuchen. Unsere Kanzlei Schulte Holthausen befasst sich bereits seit geraumer Zeit mit dem Thema Ausländerrecht. Wir wissen, dass es gerade für Ausländer, die aus einem Krisengebiet kommen, eine enorme Kraftanstrengung bedeutet, einen Asylantrag zu stellen. Auch ein Folgeantrag ist mit vielen Unsicherheiten verbunden, die sicherlich nicht nur mit der deutschen Sprache zu tun haben.

Lassen Sie sich daher von einem Rechtsanwalt für Migrationsrecht unterstützen.