Wirtschaftsstrafrecht - Wenn es in Unternehmen kriminell zugeht

In einer Welt, in der es häufig einzig um Gewinnmaximierung geht und in der große Unternehmen ständig unter Konkurrenzdruck stehen, ist es nicht verwunderlich, dass es auch zu Wirtschaftskriminalität kommt. Dies hat nicht erst der VW-Skandal gezeigt. Auch andere namhafte Firmen, Banken oder Versicherungsunternehmen waren bereits in Wirtschaftsskandale verwickelt. Da es bei solchen, aber auch kleineren Betrieben zumeist um sehr viel Geld, das Ansehen der Firma, den guten Ruf und letztlich auch um die Existenz des Unternehmens und viele Arbeitsplätze geht, empfiehlt sich die eingehende Beratung durch einen Strafverteidiger.

Was ist das Wirtschaftsstrafrecht?

Unter den Begriff des Wirtschaftsstrafrechts lassen sich zahlreiche Strafvorschriften fassen, gegen die im Zusammenhang mit einer unternehmerischer Tätigkeit verstoßen werden kann. Hierbei geht es etwa um Betrug, Korruption, Steuerhinterziehung, Insolvenzverschleppung, den Diebstahl geistigen Eigentums oder andere Delikte, die im Wirtschaftsleben auftauchen können. Ein einheitliches Gesetz zu diesem Bereich des Strafrechts existiert also nicht.

Eine Besonderheit dieses Zweiges des Strafrechts ist, dass hier oftmals juristische Personen oder Personenvereinigungen vor Gericht stehen. Darüber hinaus existieren an den Landgerichten spezielle Wirtschaftsstrafkammern, da Wirtschaftsstrafsachen häufig komplexer sind als die Beurteilung eines Vergehens oder Verbrechens durch einen einzelnen Bürger. Ferner wurden aufgrund der Zunahme von Wirtschaftskriminalität in einigen Bundesländern Schwerpunktstaatsanwaltschaften ins Leben gerufen, welche sich im Speziellen mit der Strafverfolgung von Wirtschaftsstraftaten befassen und über fundierte Kenntnisse auf diesem Gebiet verfügen.

Welche Vorschriften fallen unter das Fachgebiet Wirtschaftsstrafrecht?

Wie bereits oben dargestellt, können sich aus einer ganzen Reihe von Normen wirtschaftsrechtlich relevante Straftaten ergeben. Geht es beispielsweise um juristische Personen oder Personenvereinigungen wird häufig § 30 des Ordnungswidrigkeitengesetzes herangezogen, denn hierdurch kann das kriminelle Verhalten einer natürlichen Person, die beispielsweise also Organ, Vorstand oder Gesellschafter tätig war, der jeweiligen Firma angelastet werden. Bei vorsätzlichen Straftaten können hierbei Geldbußen bis zu zehn Millionen Euro verhängt werden. Die Straftat, welche dem Unternehmen zugerechnet wird, kann sich wiederum aus anderen Gesetzen wie etwa dem Strafgesetzbuch (StGB) ergeben. Besonders häufige Delikte sind der Betrug, die Untreue, die Unterschlagung, die Bestechung oder andere Korruptionsstraftaten.
Wenden Sie sich aber auch an unsere Kanzlei Schulte-Holthausen, wenn Sie aufgrund einer Straftat im Bereich Steuerstrafrecht angeklagt wurden. Auch dieses Gebiet gehört zum Wirtschaftsstrafrecht und ist wohl eine der schwierigsten juristischen Disziplinen, da im Steuerrecht eine Vielzahl unübersichtlicher Normen mit Ausnahmetatbeständen existiert, die selbst Steuerberater manchmal nicht überblicken können. Lassen Sie sich daher eingehend steuerrechtlich beraten, so dass es nicht etwa zum Vorwurf der Steuerhinterziehung nach § 370 der Abgabenordnung kommt. Liegt doch etwas im Argen mit den Steuerzahlungen Ihres Unternehmens, so macht unter Umständen eine Selbstanzeige Sinn. Auch hierzu berät die Kanzlei Schulte-Holthausen Sie gerne.

Straftaten im Wirtschaftsrecht umfassen zudem Insolvenzstraftaten wie etwa die Insolvenzverschleppung oder den Bankrott. Bei erstgenanntem Delikt handelt es sich um Delikt entgegen § 15a der Insolvenzordnung, welcher besagt, dass ein eine juristische Person einen Insolvenzantrag rechtzeitig und richtig stellen muss. Der Bankrott findet sich etwa in § 283 des Strafgesetzbuches. Hierin wird unter anderem bestraft, wer überschuldet oder zahlungsunfähig ist und Vermögen, welches zur Insolvenzmasse gehört, beiseiteschafft.

Kanzlei Schulte-Holthausen Braunschweig - Wir beantworten Fragen zum Wirtschaftsrecht

Das Wirtschaftsrecht hält für Rechtsanwälte somit zahlreiche Besonderheiten bereit. Vor allem verlangt es einen breiten Überblick über viele verschiedenen Gesetze und Straftaten, die bei vielen Juristen in der täglichen Praxis nicht häufig vorkommen. Aus diesem Grund sollten Sie sich an einen Strafverteidiger wenden, der über viel Erfahrung im allgemeinen Strafrecht sowie in besonderen Disziplinen wie dem Steuerstrafrecht oder Insolvenzstrafrecht verfügt und sich auch mit unternehmerischen Strukturen bestens auskennt.

Falls Ihnen oder Ihrem Unternehmen also die Begehung eines Deliktes zur Last gelegt wird, so zögern Sie bitte nicht, sich an unsere Kanzlei Schulte-Holthausen in Salzgitter und Braunschweig zu wenden. Wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen eine Verfahrensstrategie, durch welche Ihre Firma weiter existieren kann und Ihr guter Ruf im besten Falle nicht verletzt wird.